Sanierung Dreifaltigkeitskapelle

Die Dreifaltigkeitskapelle ist eine kleine, denkmalgeschützte Kapelle im Stadtteil Steufzgen. Die Geschichte der Kapelle reicht bis ins 15.Jahrhundert zurück. Ihre heutige Form erhielt sie unter Fürstabt Anselm Reichlin von Meldegg, der um 1735/40 das Langhaus anbauen ließ.

Bei der Kapelle handelt es sich um einen spätbarocken Bau mit einem eingezogenen Polygonalchor und angefügter Sakristei im südlichen Chorwinkel. Das Kirchenschiff entspricht zwei Rundbogenfensterachsen aus der Zeit um 1735. Der nach einer Rundbogenfensterachse dreiseitig geschlossene Chor ist im Kern älter. Das gedrückte Tonnengewölbe steht über einem Profilgesims mit einem segmentbogigen Chorbogen.

Der Stuck in der Kapelle ist aus 1735; es handelt sich um einfaches Bandelwerk mit Gitterfeldern und Blütengehänge um zwei leere, einst freskierte Rahmenfelder. In den Ecken sind Bandelwerkkartuschen mit Fresken der vier Evangelisten. Diese Fresken sind modern erneuert. Über dem Chorbogen ist das Auge Gottes stukkiert.

Die Kapelle ist mit einem Altar aus der Zeit um 1860 ausgestattet. Das Altarblatt der Zeit zeigt die Dreifaltigkeit und ist mit L. Weiß signiert. Seitlich auf den Konsolen sind die heiligen Gallus und Magnus abgebildet. Im Schiff ist ein hölzernes Altarblatt in einfachem Stil aus dem 18. Jahrhundert mit der Dreifaltigkeit.

Die Generalsanierung ist abgeschlossen. Die Dreifaltigkeitskapelle ist seit 25.11.2016 wieder geöffnet. So konnte bereits eine Goldene Hochzeit, eine Taufe und der Steufzger Advent gefeiert werden. Zu tun hatten die Statiker, Zimmerer und Dachdecker, Maler und Kirchenrestauratoren reichlich. Die Figuren, Gemälde und der Altar wurden gereinigt und retuschiert. Die Deckengemälde wurden ebenfalls gereinigt und wo notwendig ausgebessert. Die Innen- und Außenwände erhielten einen neuen Anstrich, wobei die Innenwände bis zu einer Höhe von 1.50 Meter zusätzlich einen neuen Verputz erhielten. Nicht zu vergessen das Dachgesims musste an vielen Stellen erneuert und tragende- und Querbalken teilweise ersetzt werden, weil sie verfault bzw. beschädigt waren.

Jetzt erstrahlt unser Kleinod in neuem Glanze. Eines steht aber bereits fest, der Gesamtkostenrahmen von 200.000 Euro wurde eingehalten und sogar unterschritten. Die Sanierung hat 180.839,22 Euro gekostet. Die geringeren Kosten sind darauf zurückzuführen, dass die Kosten des Kirchenrestaurators unter dem Kostenvoranschlag geblieben sind. Für unseren Kostenanteil spielt das allerdings keine Rolle, da im Gegenzug der Zuschuss der Diözese linear von 131.950 Euro auf 119.000,00 Euro gekürzt worden ist. Ebenso müssen wir eine nicht unerhebliche Kürzung des Zuschusses der Regierung von Schwaben und der Landesstiftung Bayern hinnehmen. Wir mussten 61.839,22 Euro beisteuern, was uns auch gelungen ist. Im Frühjahr werden wir den Zugangsbereich zur Kapelle aufhübschen und auch ein Geländer anbringen.

Dass das Werk gelungen ist, haben wir unter anderem auch den vielen kleinen und großen Spenden zu verdanken. Wir sagen daher allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Vergelt's Gott.

Unter folgendem Link können die Schäden vor und nach der Sanierung angeschaut werden: https://www.kreisbote.de/lokales/kempten/fotostrecke-generalsanierung-dreifaltigkeitskapelle-7051787.html.

Spendenkonto

Bank: Raiffeisenbank Kempten
IBAN: DE97 7336 9920 0001 6522 22
BIC: GENODEF1SFO
Verwendungszweck: Sanierung Kapelle Steufzgen

Die Spenden können aber auch im Pfarrbüro oder in den besonders gekennzeichneten Opferstock eingeworfen werden. Natürlich werden auch Spendenquittungen ausgestellt.

Wir sagen schon im Voraus allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Vergelt's Gott.

Text: Helmut Hitscherich, Fotos: Ralf Lienert

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